Wehen auslösen und anregen

Tipps und Tricks um Wehen selbst natürlich auszulösen und anzuregen

Natürlich Wehen auslösen

Der Geburtstermin war längst fällig? Was können Sie tun um Wehen auszulösen? Welche Maßnahme kann die Geburt einleiten?

Allgemeine Informationen zur Geburtseinleitung und zum Wehen auslösen

Viele Frauen bekommen ihr Baby erst nach dem angegebenen Geburtstermin. Wenn Frauen in der 41. Woche schwanger sind, dann sprechen Ärzte fachlich von einer „Übertragung“. Schätzungen besagen, dass 4-12% der schwangeren Frauen von einer sogenannten „Übertragung“ betroffen sind.

Natürlich Wehen auslösen und Geburt einleitenSeit Jahrzehnten schon ermitteln Gynäkologen den erwarteten Geburtstermin. Hierfür erfragen sie bei der Schwangeren den ersten Tag der letzten Periode und zählen anschließend 280 Tage dazu. Diese Methode zur Berechnung des Geburtstermins nennt sich die Nägele-Regel. Diese Art der Berechnung funktioniert allerdings nur, wenn die Schwangere ihre Periode sehr regelmäßig hatte und somit der Eisprung immer in der Mitte des Zyklus stattfand. Wie viele wissen, ist das jedoch nicht bei allen Frauen der Fall. Aus diesem Grund ist der durch die Nägele-Regel errechnete Geburtstermin nur eine Art Schätzung und das Datum der Geburt kann dadurch zu früh angegeben sein.

Eine genauere Angabe des Geburtstermins ergibt sich durch Messungen mithilfe einer frühen Ultraschalluntersuchung, also vor der 13. Woche. Bei Schwangeren, deren Geburtstermin mit dieser Ultraschall-Methode errechnet wurde, gilt der Termin deshalb nicht so schnell als „überfällig“. Die künstliche Geburtseinleitung ist in solchen Fällen viel seltener.

Es gibt allerdings Forschungsergebnisse, die zeigen, dass die Nägele-Regel in einer leicht veränderten Form noch anwendbar ist. Es wurde festgestellt, dass wenn man 283 statt 280 Tage zu dem ersten Tag der letzten Periode hinzuzählt, der errechnete Geburtstermin genauer ist.

Die Geburt einleiten – Wieso?

Ab der 42. Schwangerschaftswoche ist das Risiko einer Totgeburt erhöht. Deshalb kann eine Übertragung auch für den Gynäkologen beunruhigend sein. Die Anzahl der Totgeburten ist allerdings verschwindend gering. Nach der 37. SSW liegt die Wahrscheinlichkeit einer Totgeburt bei 1 zu 3000, während in der 42. Woche die Wahrscheinlichkeit bei 3 zu 3000 liegt. In der 43. Woche liegt die Wahrscheinlichkeit bei 6 zu 3000. Bisher konnte noch nicht herausgefunden werden, ob es zu den Totgeburten kommt, da die Schwangerschaft sich länger hinzieht, oder ob eventuell etwas mit der Frau oder dem Baby nicht stimmt, weshalb sich die Geburt verzögern könnte.

Wehen anregen und Geburtseinleitung – Wie hoch ist die Quote?

In Deutschland liegt die Quote für Geburtseinleitungen bei 10 bis 15 Prozent. Diese Angaben sind in Deutschland von Region zu Region verschieden. Die Zahlen schwanken sogar innerhalb einer Region, wobei es nicht einmal eine Rolle spielt, ob die Klinik auf Risikoschwangerschaften spezialisiert ist oder nicht.

Verlief Ihre Schwangerschaft ohne Komplikationen, so werden Sie wohl nach der 41. Woche gefragt oder Ihnen wird geraten, die Geburt einleiten zu lassen. Über dieses Thema sind sich die Experten immer noch uneinig. Einige wissen nicht, ob die Variante „abwarten und Tee trinken“ vernünftig ist. Die britische Vereinigung „Hebammen Forschungs- und Informations-Service“ sagt hingegen, dass Frauen, die sich gegen eine Geburtseinleitung entscheiden, davon ausgehen können, dass die Wehen mit einer großen Wahrscheinlichkeit vor dem Ende der 42. Woche eintreten werden und dass auch das Risiko einer Totgeburt sehr gering sein wird.

Falls Ihnen das Geburt einleiten nahegelegt wird, dann finden Sie heraus, ob Ihre Klinik Geburtseinleitungen routinemäßig ab einem bestimmten Zeitpunkt vornimmt oder ob sie Ihren Fall individuell betrachten und Ihnen deshalb die Entscheidung nahelegen. Zudem stellen wir hier auf dieser Webseite einige Methoden zum natürlichen Wehen einleiten vor.

Natürlich Wehen einleiten – Tipps von einer Hebamme

 

Geburtstermin überfällig – was jetzt?

Sie werden in der 41. Woche zu der Vorsorgeuntersuchung gehen. Ihr Arzt wird dann nochmals den errechneten Geburtstermin nachprüfen. Entweder ausgehend von der letzten Periode und der Zyklus-Regelmäßigkeit oder anhand der frühen Ultraschalluntersuchung (siehe oben). Die Größe des Babys wird ebenfalls untersucht und darüber hinaus, in welcher Position sich das Baby befindet.

In einer Vaginaluntersuchung kann der Arzt herauszufinden, ob der Gebärmutterhals sich bereits weich und dehnbar anfühlt – ist dies der Fall, dann sind Sie körperlich bereit für die Wehen. Nach der Untersuchung wird der Arzt mit Ihnen gemeinsam besprechen, was für das Baby besser ist. Entweder in der Gebärmutter bleiben, natürlich die Wehen in Gang bringen oder die künstliche Geburtseinleitung.

Wenn Sie sich für Letzteres entscheiden werden, dann wird man einen Termin im Krankenhaus vereinbaren. Es gibt auch die Möglichkeit, dass am CTG, dem Wehenschreiber, überprüft wird, wie es Ihrem Baby geht, und wie Ihr Baby mit eventuellen Wehen klarkommt.

Warten auf das Baby

Was sollen Sie tun um die Wehen in Gang zu bringen?

Falls Sie nach dem Gespräch mit dem Arzt verunsichert sind, dann bitten Sie ihn um ein/zwei Tage Bedenkzeit. Fragen Sie eventuell Ihre Hebamme oder eine Freundin um Rat, die bereits ähnliches erlebt hat. Sie können sich über alternative Mittel und Hausmittel erkundigen, die wehenfördernd sind. Reden Sie auch mit Ihrem Partner darüber und beziehen Sie ihn bei Entscheidungen zum Wehen auslösen mit ein.

In Deutschland gibt es die sogenannte Mutterschaftsrichtlinie, in der werden Kontrollen alle zwei Tage angeraten, die von Hebamme und Arzt abwechselnd angeboten werden. Eine CTG wird geschrieben, die Vitalwerte gemessen und Sie werden einige Möglichkeiten erfahren, wie Sie Wehen fördern können. So zum Beispiel werden mit Akupunktur und Homöopathieanwendungen gute Mittel angeboten, die Wehen anregen. Aber sogar ein entspannendes warmes Bad und Sex können Wehen fördern.

Manche Frauen wenden einen sogenannten Wehencocktail zum Wehen auslösen an. Viele Ärzte und Hebammen sind allerdings der Meinung, dass eine solcher Wehencocktail nur nach Absprache mit Arzt oder Hebamme eingenommen werden darf. Sie haben auch die Möglichkeit auf Hausmittel zurückzugreifen, die wehenfördernd sind. Wir werden hier noch auf einige Möglichkeiten näher eingehen. Es kann schließlich nicht schaden, ein scharfes leckeres Gericht zu essen oder einen schönen Spaziergang zu unternehmen, der Sie auf andere Gedanken bringt und die Wehen einleiten kann.

Zu guter Letzt ist es Ihre Entscheidung, ob Sie die Geburt einleiten lassen, es mit Hausmitteln versuchen, die wehenfördernd sind oder, ob Sie abwarten und Tee trinken (übrigens auch ein Hausmittel). Wägen Sie dafür die hier gesammelten Informationen und Ihre Bauchgefühle ab.

Durchhaltestrategien für Sie

  • Ablenken und trotzdem entspannen: Nehmen Sie sich ruhig jeden Tag etwas vor. Das lenkt ab. Gehen Sie außer Haus und bewegen Sie sich, die Bewegung wirkt auch wehenfördernd. Entfernen Sie sich jedoch nicht zu weit von Zuhause.
  • Gehen Sie einkaufen und achten Sie gleichzeitig darauf, Tees und zum Beispiel Badezusätze zu kaufen, die natürlich Wehen auslösen.
  • Unternehmen Sie viel gemeinsam mit Ihrem Partner. Beziehen Sie ihn bei Entscheidungen mit ein. Beraten sie sich gemeinsam, mit welchen Mitteln Sie die Wehen anregen wollen.
  • Sich ausruhen. Versuchen Sie die ruhige Zeit zu genießen. Falls Sie Probleme haben einen ruhigen Schlaf zu finden, dann legen Sie sich einfach ab und zu hin und entspannen Sie sich.
  • Rufen Sie bei Fragen Ihre Hebamme oder Ihren Arzt an.

Vergessen Sie nicht, Ihr Arzt und Ihre Hebamme, sind für Sie da. Natürlich Wehen auslösen wird auch für Sie kein Problem sein, ansonsten gibt es immer noch die Möglichkeit der Geburtseinleitung.

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